Eitempera oder Eierfarben

Temperafarben sind stets ein Gemisch aus wäßrigen und nichtwäßrigen Stoffen. Das lateinische Wort temperare zu Deutsch vermischen liegt hier zu Grunde. Vermischt werden können vielerlei Stofflichkeiten wie z.B. Öle, Harze oder Kasein mit Wasser.

Das Ei ist das vollkommenste Vorbild aus der Natur. Es besteht aus Fett, Wasser Eiweiß und spendet uns im Dotter den leistungsfähigesten Emulgator, den wir kennen. Bereits den antiken Menschen war bekannt, dass man aus Ei, Wasser und Pigmenten ungewöhnlich haltbare Farbe herstellen konnte. Bald entstand eine breite Palette an Farbtönen aus Erd- und Mineralfarben.

Vor allem der darstellenden Malerei verdankt die Eitempera ihre kontinuierliche Geschichte . So wurde in Italien bis ins 15.Jahrhundert diese Farbe neben Kalkfresco allen anderen Bindemitteln vorgezogen. Die östliche Ikonenmalerei ist ohne Eitempera undenkbar. In Skandinavien blieb Eitempera allerdings lange Zeit eine Farbe für Gutbetuchte. Weil Eier nur begrenzt verfügbar waren, musste man viel Geld dafür bezahlen. Entsprechend sparsam wurden diese schönen Farben eingesetzt. Als Beispiele seien Holzpaneele im Eingangsbereich der Häuser oder einzelne Möbelstücke genannt. Heute sind Eier jederzeit auch im Norden Europas verfüg- und bezahlbar. Deshalb ist OVOLIN, die schwedische Eitempera, für jeden erschwinglich.

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