Sieben Tips zur Anwendung von Kalkfarben

Kalk ist ein im Urmeer aus Muscheltieren entstandenes Ablagerungsgestein. Er hat als Baustoff schon in der frühen Zeitgeschichte seine Wertschätzung erfahren und gilt ebenso als einer der ältesten Anstrichstoffe.

Wandlasur auf SumpfkalkfarbenWandlasur auf Sumpfkalkfarben

Kalk kann gemahlen als Pigment oder/und gebrannt als Bindemittel zwei Funktionen in einer Farbe erfüllen. Wegen seiner langen Geschichte konnten sich vielfältige Arten der Anwendung und vielerlei Rezepturen entwickeln. Es ist eben ein gravierender Unterschied, ob eine Sumpfkalkfarbe aus mehrjährig gesumpften Kalk oder eine Kalkkaseinfarbe verstrichen wird. Deshalb sind Vorkenntnisse zum Thema bei der Suche nach der richtigen Farbe sehr hilfreich. Die Materialvielfalt der uns umgebenden Wände, die noch nie so groß war wie heute, erschwert die Suche. Deshalb ist es gut sich seiner Situation vor der Auswahl der passenden Farbe bewusst zu werden. Die folgenden Regeln können Ihnen dabei helfen:

*Untergründe
Neben Kalk- und Lehmputzen können auch gipshaltige Trockenbauplatten, Betondecken und Papiertapeten mit unseren Kalkfarben gestrichen werden. Bei kundiger Arbeit gilt dies auch für bestehende Dispersionsfarben.

*Altanstriche
Altanstriche auf älteren Putzen werden prinzipiell abgewaschen oder abgespachtelt. Sonst droht Ihnen bildhaft der Ärger wie auf dem Foto.

Altanstriche wurden leider nicht entferntAltanstriche wurden leider nicht entfernt

*Grundierungen
Egal, ob Sie sich für eine Sumpfkalk- oder eine Kalkkaseinfarbe entscheiden, bis spätestens 1-2 Tage vor der Streichen, sollten Sie mit Kaseinleim als grundiert haben.

*Pigmentierung
Kalkfarben lassen sich mit kalkechten Pigmenten sehr gut färben. Für 10 l Sumpfkalkfarbe werden bis zu 500 g, für 10 kg Kaseinfarbe bis 1000 g sorgfältig in Wasser eingesumpfte Pigmente verwendet. Streicht man Kalkfarben ungefärbt, also weiß, wirken sie auch mit nachfolgenden Farblasuren sehr eindrucksvoll.

*Umrühren
Stark pigmentierte Kalkfarben streichen sich nur unter ständigem Umrühren gleichmäßig. Feine Kalkpartikel neigen dazu im Eimer an der Oberfläche aufzumilchen. Deshalb muss der Kalk durch rühren immer wieder gut verteilt werden.

*Wasserzugaben
Nicht immer ist die Kalkfarbe dünnflüssig genug. Wasserzugaben sind oft nötig. Diese müssen aber in kleineren Portionen zugefügt werden. Anschließend erfolgt eine Probe. VORSICHT: Die wirkliche Deckkraft entwickeln Kalkfarben erst nach vollständiger Trocknung.

*Anstrich frescal
Kalkfarbenanstriche sollen zügig und nass in nass erfolgen. Streichpausen können sich durch das Trocknen der Farbe und spätere Pinselansätze auf Ihrer Wand abzeichnen. Streichen Sie wenigstens bis zur nächsten Zimmerecke.

Mit unseren Regeln wollen wir Ihnen helfen, einen wohltuendes Raumgefühl mit Kalkfarben zu schaffen. Kalkfarben erzeugen wunderschöne und natürliche Oberflächen. Die anfänglichen Mühen, sich auf das Streichen von Kalkfarben einzulassen, lohnen sich.

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