Beginn

Natürlich beginnt jede Geschichte mit einer Vorgeschichte - so auch unsere. Und diese hat mit mir als Firmengründer zu tun.

Kirche KummerowKirche Kummerow

In den 80er Jahren bis in die Nachwendezeit war ich evangelischer Pfarrer der Vorpommerschen Landeskirche am Kummerower See und betreute neben der Gemeinde auch ein Dutzend historisch wertvoller Gebäude. Da Geld nicht vorhanden, Baumaterial nicht zu bekommen und Handwerker kaum zu finden waren, mußte viel improvisiert werden. So mischte ich mir z.B. mit Pigmenten, selbstgesumpften Kalk und Käsemolke meine erste Kaseinfarbe. Sie kam als Fassadenanstrich für eine Dorfkirche zur Anwendung. Hier kann ich seit über 20 Jahren die Haltbarkeit einer solchen natürlichen Fassadenfarbe beobachten. Sie ist mein ältestes Bewitterungsmuster. In jenen Jahren sammelte ich sehr viele Erfahrungen im denkmalgerechten Umgang mit älteren Gebäuden. Später arbeitete ich diese Erfahrungen auf - vor allem bei meinen restauratischen Voruntersuchungen in Thüringen. Dorthin hatte es mich 1991 auf der Suche nach neuen Herausforderung verschlagen. Ich gewann nun Einblicke in umgebungstypische Baustoffe und Farben und ihre wunderschönen Anwendungen in Kirchen, Schlossanlagen, Herren- und bürgerlichen Wohnhäusern.

Nikolaikirche in Leipzig mit unseren FarbenNikolaikirche in Leipzig mit unseren Farben

Irgendwann reifte in mir die Erkenntnis, dass sich die historischen Werkstoffe und moderne Ökologie sehr gut unter baubiologischen Ansprüchen vereinen lassen. Dies war der Impuls, in Leipzig - meinem Studienort - einen Naturbaustoffhandel zu eröffnen.

Eröffnung

Im September 1996 war es dann soweit und der Handel begann. Seitdem verkaufe ich, zunächst in Partnerschaft und später als Einzelunternehmung, im BAU+FARBEN KONTOR LEIPZIG Naturfarben und Naturbaustoffe im 2.OG eines alten Druckereigebäudes im Leipziger Osten. Baubiologisches Wissen und kaufmännisches Geschick waren nun gefragt. Schon bald erlebte ich zu meiner Überraschung, dass schnelle Kundenbefriedigung von kurzem Atem ist. Dass ausschließlich rasantes Tempo von Erfolg sein kann, bestätigte sich bei uns nicht. Im Gegenteil - ständig neue Impulse verbrauchen den Verbraucher. Wir, meine Mitarbeiter und ich, sind natürlich offen für Veränderung, aber vorrangig offen für längerfristige Vorgänge und Ziele. Wir versprechen uns in der täglichen Arbeit davon ein hohes Maß an Nachhaltigkeit.

Umzug

Etwa 2004 wurde uns der Platz im Osten zu klein. So zogen wir Anfang 2005 um, vom 2.OG ins Hochparterre, von Leipzig Reudnitz in den Westen, nach Leipzig Lindenau. Unser neues Domizil ist eine wunderschöne alte Fabrik, die nach ihrer Stilllegung Mitte der 90er Jahre von Kunst und Gewerbe neu besiedelt wurde.

Es ist die Leipziger Baumwollspinnerei. Hier sind wir nun mit einem erweiterten Sortiment und deutlich mehr Platz in der alten Verladestation der Spinnerei angekommen.

Ein guter Flecken.

Leipzig im Frühjahr 2008